Mit der Donnerkogelbahn in die Skiregion Dachstein-West

dk-musi„Schwierige Kinder werden die schönsten“, meinte unser Bgm. Sepp Schwarzenbacher bei der offiziellen Einweihung der neuen EUB8 – Einseilumlaufbahn. Recht hat er: Beinahe lautlos schwebt man mit der Donnerkogelbahn die rund 600 hm bis zur Bergstation. Von dort hat man einen atemberaubenden Ausblick über das Lammertal.

Skifahren bei Marcel Hirscher

Da die alte Riedlkar-Sesselbahn, die bisher Skibegeisterte auf den Berg brachte, ihre Konzession nicht mehr erhielt, musste von den Betreibern gehandelt werden. Die Bemühungen trugen Früchte und am Wochenende konnte die Donnerkogelbahn eingeweiht werden. Zahlreiche Ehrengäste kamen, um mit Annaberg und der ganzen Skiregion Dachstein-West zu feiern. Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer freute sich besonders, schließlich war er die treibende Kraft, die den Bau der notwendigen Bahn in der Heimat von Ski-Superstar Marcel Hirscher schlussendlich ermöglichte: „Salzburg ist das Salt-Lake-City des Skisports – viel Know-How und Menschen, die hier erfolgreich sind, machen mich sehr stolz.“

 Feierliche Einweihung der Donnerkogelbahn

Besonders angetan war Landeshauptmann Dr. Haslauer von den Ministranten, die kurz vor der Eröffnung an ihm vorbei mit Kutte und Ski in die Gondel einsteigen wollten: „Das hab ich ja noch nie gesehen – kein Wunder, dass ihr alle so gut Ski fahrt!“, lachte er und wollte sofort ein Foto mit Isabell, Maria und Noah.dk17

Die Ministranten wurden von Pater Bernhard Röck auf den Berg geschickt: „Ich segne die Talstation und die Ministranten sprengen die Liftstützen“, erklärte er den erstaunten Besuchern: „Vielleicht sollte man besser sagen: be-sprengen!“  Die Ministrantenschar fuhr mit der Donnerkogelbahn hinauf und „be-sprengte“ jede einzelne Stütze mit Weihwasser, um damit Gottes Segen auf die Bahn und die Benutzer herabzurufen. Eine schöne Geste.

Die Trachtenmusikkapelle Annaberg untermalte die feierliche Eröffnung musikalisch und auf der eigens aufgebaute Tribüne fanden sich die Ehrengäste ein. Alle sprachen ihre Freude über das gelungene Projekt aus – hier ein kleiner Einblick in das Bautagebuch der Donnerkogelbahn. Schließlich wird nicht alle Tage innerhalb von fünf Monaten eine neue Gondelbahn samt Beschneiungsteich und Wegverlegungen gebaut!

Kanten mit Schliff und Tee mit den Bären

Die zahlreichen Besucher schauten sich danach gemütlich in der neuen Talstation um: Neben einer Rolltreppe, die Skifahrer und Bergwanderer direkt zur Gondel bringt, ist ein Skidepot untergebracht. Sehr praktisch, so muss man die Ski nicht immer mit nach Hause schleppen und am nächsten Tag wieder retour! Wer kein eigenes Skimaterial hat, geht in den ersten Stock. Hier ist die Skischule freeride-alpin untergebracht, die jede Menge an neuwertigen Skiern zum Verleih und Verkauf anbietet – natürlich top-gewartet! Übrigens: Wer den richtigen Schliff auf seine Kanten braucht oder die Ski wachseln lassen will, ist hier ebenfalls richtig!

Die Skischule freeride-alpin kümmert sich um kleine und große Skifahrerinnen und Skifahrer, für alle haben sie den richtigen Kurs parat. Auch Snowboarden, Freeride und vieles mehr kann man hier erlernen!

Eine Türe weiter hört man fröhliches Kinderlachen: Hier ist der Fuxi´s Kids Club untergebracht! Kinder ab 1 Jahr werden betreut, während Mama und Papa oder ältere Geschwister sich auf der Piste austoben können. Mein persönliches Highlight hier: Antonia hat gerade winziges Teegeschirr aufgedeckt für die Bären! Ach, am liebsten würde ich mich dazusetzen!

Neue Technik und alte Sagen

Doch jetzt drehe ich erst einmal eine Runde mit der neuen Donnerkogelbahn, zwei Kids fahren mit mir: „Unser Papa kommt mit der nächsten Gondel, denn wir können schon ganz alleine herauffahren“, berichten sie mir stolz. Die Kinder fahren bis zur Mittelstation, dort steigen sie aus und warten auf ihren Papa. Von hier geht die Piste breit und gut fahrbar retour. Ideal für Skianfänger! Ich fahre ganz hinauf und genieße das Panorama. Oben begrüßt mich der majestätische Donnerkogel, bevor ich meine Schwünge zurück ins Tal ziehe: Herrlich!!!

Apropos Donnerkogel: Woher er diesen Namen hat, hat der Regisseur Beda Percht mit dem Ensemble Cataract und der Sängerin Doris Kirschhofer in eine mystische Sage verpackt und am Dach der neuen Talstation als tolles Spektakel inszeniert: Der Bartl hat auf der Alm die Tiere gehütet und dabei hat sich Sommer für Sommer eine „Wilde Frau“ zu ihm gesellt. Nach etlichen Jahren zieht es den Bartl in die weite Welt und die Wilde Frau gibt ihm zum Abschied einen Tipp, wo er denn genug Gold finden würde für sein Unternehmen. Doch, wie Menschen so sind, packt den Bartl die Gier beim Anblick des Goldes, sodass er Gefahr läuft, dem Teufel, der schon auf ihn lauert, anheim zu fallen. Im letzten Moment kann ihn die Wilde Frau noch retten. Schließlich hat er ihr gegenüber jahrelang sein gutes Herz bewiesen. Der Teufel sieht sich – wieder einmal – um eine Seele betrogen und fährt mit Donner und Schwefel in die Hölle hinab. Das Donnergrollen rund um den Donnerkogel deuteten die Einheimischen seither aber als Zeichen, dass guten Menschen letztlich doch Gutes widerfährt.“

Habt Ihr unsere Donnerkogelbahn auch schon ausprobiert? Momentan herrschen perfekte Pistenverhältnisse in der gesamten Skiregion Dachstein-West und dazu wünsche ich Euch viel Gaudi beim Skifahren!

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