Viel Abwechslung am Heufigurenweg

Heufigurenweg: Wandervergnügen für Klein und Groß

Kennt Ihr schon Almliesl, die lustige Kuh? Natürlich sind Euch Donald Duck und Goofy ein Begriff. Aber wie steht es mit dem Elfenthron oder dem GaudiGolf-Haserl? Nun, alle haben etwas gemeinsam: Sie sind groß und nach Sommer duftend am Heufigurenweg anzutreffen.

Wie ist der Heufigurenweg entstanden?

Alljährlich am ersten Sonntag im September, findet das HeuART-Fest im Lammertal statt. Im Jahr 2021 ist Annaberg wieder Austragungsort des weltweit größten Heufiguren-Umzuges. Dafür sind Vereine, Betriebe und Einzelpersonen schon lange davor beschäftigt, große, lustige und schöne Kreationen aus dem Werkstoff Heu und weiteren Naturmaterialien zu bauen. Diese werden dann am HeuART-Sonntag den zahlreichen Besuchern bei einem Umzug präsentiert, auf prächtig herausgeputzten Pferdefuhrwerken und liebevoll restaurierten Oldtimer-Traktoren. Und nach dem Fest? Da verschwinden viele dieser aufwändigen Figuren einfach in uneinsehbaren Scheunen und fristeten ihr Dasein. Annaberg-Lungötz hat sich dazu entschlossen, den Figuren ein Zuhause zu geben. Am Heufigurenweg sind sie deshalb seither auf einer leichten Wanderung während der Sommer- und Herbstmonate zu bewundern.

Leichte Wanderung für alle

Vom Parkplatz Kopfbergbahn im Zentrum von Annaberg geht die Wanderung los. Wir wenden uns links auf der Hauptstraße, vorbei am Shop von Martini Sportswear und dem Gasthof Postwirt. Nach der Bäckerei Hauser geht es dann rechts hinauf, dem Hinweisschild “Heimatmuseum” folgend. Ein kurzer, etwas steilerer Aufstieg auf der asphaltierten Straße folgt nun, bis der Weg vor dem Denkmalhof Gererhof in eine Forststraße rechts hinauf übergeht. Dort sieht man schon die erste Heufigur stehen: Die Zwergerlmusikanten, gefertigt von Heukünstlerin Anita Höll, gemeinsam mit der Trachtenmusikkapelle Russbach “spielt” den Wanderern lustig auf.

Zwergerlmusik am Heufigurenweg

Von gut bedachten Figuren und hungrigen Mäulchen

Die vergangenen, strengen Winter haben vielen Figuren arg zugesetzt, manche sind komplett unter den Schneemassen verschwunden und leider ganz kaputt. Diese wurden nun ausgetauscht, an beinahe jeder Kurve ist ein anderes Kunstwerk zu bewundern. Wie die Musikanten, hat seit diesem Jahr ein Großteil der Figuren ein starkes, schützendes Dach über dem Kopf (oder was es sonst zu überdecken gibt). Doch – was muss ich da auf meinem letzten Spaziergang sehen? “Speedy Gonzales” winkt nicht wie sonst üblich, fröhlich dem Wanderer zu – traurig und ein wenig beschämt steht er da, sozusagen in Unterhosen! Was war passiert? Kälber, die hier entlang des ersten Teiles des Weges grasen, fanden ihn – während er noch auf sein neues Dach samt Umzäunung ungeschützt wartete – einfach “zum Anbeißen”. Zum Glück sind es immer wieder einige fleißige Vermieterinnen, die sich bereit erklären, den Heufigurenweg Jahr für Jahr zu renovieren. In den nächsten paar Tagen, bekommt “Speedy” wieder ein neues Outfit.

Weiterwandern ist hier möglich

Im oberen Teil des Weges sind auf einer Lichtung mehrere Figuren zu bewundern. Eine wahre Ansammlung an kunstvoll gefertigten Schätzen. Es steckt hier so viel Ideenreichtum und Arbeit in den Figuren! Auf diesem Platz findet sich aber auch noch eine andere Attraktion: Hier steht eine GaudiGolf-Station. Ähnlich zu spielen wie Minigolf, verbindet GaudiGolf Spiel und Spaß bei einer leichten Wanderung rund um den Kopfberg. Einzelne Stationen begegnen uns nun immer wieder, dazwischen wieder schöne Heufiguren.

Heufigur “Feuerwehrauto” der FF St. Martin und die GaudiGolf Station “Käseplatte” von der Rottenhofhütte

Nach einer gemütlichen Stunde zweigt sich der Weg – links entweder Richtung Salzburger Dolomitenhof mit herrlichem Blick auf den Gosaukamm. Hier befindet sich auch eine kleine HeuART-Galerie mit verschiedenen Heufiguren auf einem Platz. Ebenso ist hier der Startpunkt und die Schlägerausgabe für das GaudiGolf. Rechts geht es Richtung Kopflackenmann weiter. Von dort besteht die Möglichkeit, auf einem alpinen Pfad wieder hinunter nach Annaberg zu wandern. Dieser Teil ist nicht kinderwagentauglich. Wer noch Lust hat, kann hier weitergehen, Richtung Jausenstation Harreit, von wo aus man einen wunderbaren Blick ins Tal erhält. Kurz vor dem Harreit zweigt ein Steig (nicht kinderwagentauglich) hinauf zum Gipfel des Kopfberges. Über 200 Treppen führt der Weg, oben angelangt erwartet den Wanderer eine wunderschöne Statue, geschnitzt aus duftendem Zirbenholz. Sie zeigt die Ortspatronin, die Hl. Anna, die hier heroben in der Stille des Waldes den Wanderer empfängt. Ein herrlicher Platz in der Stille des Waldes, die Gedanken werden nur von Vogelgezwitscher begleitet. Von hier geht es am gleichen Weg wieder retour oder man wandert die Runde über den gut beschilderten Weg via Alpendorf fertig, bis man wieder auf dem Heufigurenweg talwärts geht.

Lohnender Ausflugstipp Heufigurenweg

Der Heufigurenweg ist eine kurzweilige Wanderung auf einem leicht begehbaren Forstweg für die ganze Familie. Durch das schützende Blätterdacht ist er auch einen Besuch wert, wenn es einmal ein bisschen regnet – andererseits schützt der Wald auch vor ganz viel Sonne. Einkehrmöglichkeiten sind am Anfang und Ende des Weges vorhanden. Die Gehtzeit vom Ort hinauf beträgt eine gemütliche Stunde, schließlich wollen die einzelnen Figuren ja auch betrachtet werden. Es kann vorkommen, dass manche Gestalten nach einigen Jahren nicht mehr so frisch aussehen – oder aber gefräßigen Naschkatzen oder -kühen 🙂 zu gut schmecken. Diese werden am Anfang jeder Wandersaison von freiwilligen Helfern ausgetauscht oder renoviert. Bitte haben Sie daher Verständnis, wenn vielleicht an einer Station gerade gearbeitet wird oder Speedy grade neue Hosen bekommt. Die Wanderung ist leicht, macht Spaß und kann ich wirklich nur jeder/jedem empfehlen. Bis bald in Annaberg-Lungötz.

Almliesl am Heufigurenweg

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