Besuch von Professor Gottfried Kumpf

Annaberg KumpfeuleDer international renommierte Künstler, Professor Gottfried Kumpf, wurde bei uns in Annaberg am 29. November 1930 als Sohn des Landarztehepaars Dr. Gottfried und Theresa Kerner im Haus Nr. 39 (Heute: Prof. Gottfried Kumpf Weg im Zentrum von Annaberg) geboren.Kamerabilder 094

Obwohl seine Familie Annaberg verließ, als Gottfried gerade erst drei Jahre alt war, hegt er schöne und liebevolle Erinnerungen an seinen Geburtsort. Sein Vater hat ihm viel über Annaberg und seine Arbeit in der Landgemeinde erzählt. Wenn Prof. Kumpf Annaberg einen Besuch abstattet, dann weiß er immer wieder Geschichten zu erzählen: „Wenn sich ein Knecht den Arm gebrochen hat, wurde nicht gleich der Doktor geholt. Da hat der Bauer ein Brettl genommen, den Arm so gut es eben ging, selbst geschient und alles ist halt irgendwie schon wieder zusammen gewachsen. Nur wenn die Bauersleut´selber krank wurden, durfte auch der Arzt gerufen werden.“

Die Arbeit eines Landartzes in dieser Zeit war beschwerlich und manchmal gar nicht so ungefährlich: „Mein Vater hat mir erzählt, dass er einmal auf die Alm hinauf musste. Dort lag die Sennerin ganz allein schon in den Wehen. Als er oben angelangt die Zauntür öffnen wollte, hat ihn der Hund schon gebissen! Da haben er und die Sennerin gleich einmal heißes Wasser gebraucht.“

Die Zeiten haben es mit sich gebracht, dass der Kontakt zu Annaberg vorerst abgerissen ist. Durch eine glückliche Fügung trafen der ehemalige Hauptschuldirektor Edi Ramsauer mit seiner Frau Christel und weiteren Annabergern bei der Eröffnung der wunderbaren Gestaltung der Autobahnstation Göttlesbrunn 1992 durch Prof. Kumpf auf den Künstler, der mittlerweile in Breitenbrunn/Burgenland wohnte, persönlich.

Auf das Treffen folgten weitere und für Annaberg-Lungötz war es ein ganz besonderer Tag, als Prof. Gottfried Kumpf mitteilte, dass er seinem Geburtsort ein besonderes Geschenk machen will: Vor der Neuen Mittelschule in Annaberg thront nun eine Bronze-Eule des Künstlers, das Symbol der Weisheit, auf einem Brunnen.

Annaberg HS Kumpfeule

Das Geschenk wird von Annaberg-Lungötz hoch geschätzt, heute ist es das Logo für den Ort.

Zum 80. Geburtstag von Prof. Gottfried Kumpf stellte sich eine Annaberger Delegation mit einem Überraschungsgeschenk beim Jubilar ein, als dieser in Wien feierte: „Es wird mir unvergessen bleiben, als die Annaberger plötzlich zu jodeln begonnen!“, schwärmt Prof. Kumpf noch heute. Aber auch die Annaberger erwartete eine Überraschung: „Als wir zur Feier kamen, war das erste, das wir und die andere Gäste sahen, Bilder von Prof. Kumpf, die seinen Geburtsort Annaberg zeigten“, erinnert sich TVB-Obfrau Maria Höll, „Wir waren überwältigt und sehr stolz.“

Beim diesjährigen  in St. Martin wurde die Eule von Prof. Kumpf aus Heu nachgebaut und für Annaberg-Lungötz auf einem Wagen mitgeführt. Übrigens: die Eule sowie viele weitere wunderbare Gebilde aus Heu sind in Annaberg am Heufiguren-Weg vom Frühjahr bis in den Herbst hinein zu bewundern.

Mit seinen 83 Jahren ist heute Prof. Gottfried Kumpf mit seiner Frau Guni immer noch international unterwegs und zeigt seine Bilder: „Der Sinn meiner Malerei ist die Freude“, meint Prof. Kumpf. Für den Wiener Tiergarten Schönbrunn hat er nun mittlerweile insgesamt 10 Großskulpturen gefertigt, an denen Groß und Klein eine Freude haben: „Natürlich sollen die Kinder einmal hinaufkraxeln können. Das ist doch der beste Zugang, Kunst schon den Kleinen be-greifbar zu machen! Außerdem, “ fügt er verschmitzt hinzu: „Wenn sie auf dem Hosenboden auf der Skulptur herumrutschen, wird sie stets wunderbar poliert.“

Heißen Prof. Kumpf herzlich beim Winterstellgut willkommen: (vl) Bgm Sepp Schwarzenbacher, Prof Kumpf mit Gattin Guni, Edi Ramsauer, TVB-Obfrau Maria Höll, Franz Haigermoser, Christel Ramsauer und Martha Dullnig, TVB

Heißen Prof. Kumpf herzlich beim Winterstellgut willkommen: (vl) Bgm Sepp Schwarzenbacher, Prof Kumpf mit Gattin Guni, Edi Ramsauer, TVB-Obfrau Maria Höll, Franz Haigermoser, Christel Ramsauer und Martha Dullnig, TVB

Spätestens im Winter möchten Prof. Kumpf und Frau Guni wieder nach Annaberg zurückkommen – zum Skifahren. „Wenn die ersten Flocken vom Himmel fallen, dann wird Annaberg dank Weltmeister Marcel Hirscher zum Mittelpunkt der Skiwelt, “ schwärmt Prof. Kumpf, „Meine Frau Guni und ich sind große Fans von Marcel und halten ihm bei jedem Rennen die Daumen!“

 

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