7 Dinge für den Wander-Einsteiger

Die Natur auf den bestens markierten Wanderwegen zu erkunden – ein wunderbares Gefühl von Freiheit und was man selber leisten kann! Doch jede Wanderung gehört gut vorbereitet, damit es auch ein echtes Erlebnis werden kann. Wir geben Euch heute ein paar Tipps für Dinge, die unbedingt zum Wandern dazugehören.

Packlisten gibt es im Internet jede Menge. Für Tagestouren und mehr überlassen wir Euch gerne das Stöbern im Netz. Aber es gibt Dinge, die eine gemütliche Wanderung erst zu einem sicheren Genuss machen, darum geht es uns heute. Wenn Ihr also Touren rund um Annaberg-Lungötz unternehmt, wie den Wanderweg zur Stuhlalm und Theodor-Körnerhütte oder auf den Mahdriedl, dann solltet Ihr unbedingt Folgendes mithaben:

# Gute Wanderschuhe – sicheres Wandern auf Schritt und Tritt

Wählen Sie einen Wanderschuh, der sich Ihrem Fuß anpasst und eine hervorragende Profilsohle hat. (c)pixabay

Gute Wanderschuhe unterstützen den Fuß und sorgen für guten Halt in jedem Gelände. Niemand geht mit Sandalen ins Gebirge! Auf alpinen Steigen unterstützt der Schuh die Bewegung beim Wandern, ein hoher Schaft schützt besser vor dem Umknicken. Unerlässlich ist ein gutes Profil für den sicheren Halt. Viele neue Modelle haben mit dem klobigen Bergschuh nicht mehr viel gemein, für leichte Touren gibt es heute leichte, kompakte und wasserabweisende Schuhe mit gutem Grip. Lasst Euch beim Kauf gut beraten – auch in welchem Gelände Ihr unterwegs sein werdet – und geht Eure Schuhe schon vor der ersten Wanderung ein. So verhindert Ihr leichter Blasen an den Füßen.

# Erste Hilfe Set – gerüstet für den Notfall

Damit wären wir schon beim nächsten Punkt. Das ungewohnte und vielleicht längere Gehen kann Blasen verursachen. Beim Steigen im Gelände kann man sich an einem Zweig oder Stein auch Schürfwunden zuziehen. Da ist es gut, wenn man etwas zum Reinigen und Pflaster mitführt. Sollte doch einmal etwas Gröberes passieren, so tut eine Gold-Silber-Decke guten Dienst, damit der Wanderer nicht auskühlt. Die meisten Erste Hilfe Sets sind federleicht und gut mitzuführen im Rucksack.

# Das Handy muss mit

Ist Dein Handy aufgeladen? Am besten vor der Wanderung noch einmal kurz überprüfen. Auch auf leichten Wanderungen kann immer einmal etwas passieren. Verstauchungen oder Umknicken kann schon ein Weiterwandern verhindern. Auch ein herannahendes Gewitter birgt große Gefahren, wenn man sich nicht in einer Hütte Schutz suchen kann. Speichert Euch am besten den Notruf der lokalen Bergrettung in das Handy ein. Auch, wenn wir Euch wünschen, dass Ihr die Nummer nie brauchen müsst, besser auf Nr Sicher gehen!

# Wanderkarte für die Orientierung

Neben den neuen digitalen Helferleins ist es immer noch die gute alte Wanderkarte, die Euch beim Netzausfall oder Handyverlust wieder sicher in das Tal leitet. Schaut Euch Eure Tour am besten bereits vor der Wanderung einmal auf der Karte an, so könnt ihr Euch schon gut einen ersten Überblick über das Gelände und das Gebiet machen. Eine Wanderkarte nimmt im Rucksack nicht viel Platz ein und verschafft Orientierung. Übrigens, mit der Gästekarte TennengauPlus erhaltet Ihr beim Infobüro die Wanderkarte der Region zum reduzierten Preis. Plant Ihr einen Rücktransport, so wie das Wandertaxi im Lammertal, so vergesst nicht, es zeitgerecht zu bestellen.

# Wanderbekleidung und Wechselkleidung

Es ist nicht nur eine Frage der Mode. Passen meine Socken farblich abgestimmt zu den Schuhen und zum Shirt? Das ist zwar recht nett, aber am Berg völlig wurscht. Denn niemand sitzt nach ener Wanderung, auf der man schwitzt, gerne mit nassen Kleidern vor der Hütte, die einen auskühlen. Richtige Wanderbekleidung hat gleich mehrere Funktionen zu erfüllen. Das fängt schon bei der Unterbekleidung an. Wählt je nach Witterung die richtige Unterwäsche. Eine gute Passform, die aber nicht einengt, ist ideal. Leichte, synthetische Wäsche leiten Feuchtigkeit schneller nach außen als zB Baumwolle. Eine elastische, aber dennoch stabile Wanderhose sorgt für viel Bewegungsfreiheit bei jedem Schritt. Wind- und wasserabweisendes Material ist nicht nur bei der Hose zu empfehlen, sondern auch beim Oberteil und besonders bei der leichten Jacke, die Ihr eigentlich immer dabei haben solltet. In den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen und außerdem ist es oben auf der Alm immer ein paar Grad frischer als unten im Tal. Nehmt ein Stirnband oder eine Kappe mit – nimmt nicht viel Platz und schützt Euer schlaues Köpfchen!

Zu den Socken gibt es natürlich auch noch was zu sagen. Ein gutes Paar Wandersocken darf nicht rutschen, keine Falten werfen,  es muss richtig gut sitzen, aber auch nicht zwicken und einengen. Denn die schönste Wanderung wird zum Albtraum, wenn man wegen Blasen nicht mehr weiterkann. Probiert mehrere Socken aus, testet, welches Gewebe Euch am besten zusagt und welches Material Euch im Schuh taugt.

Tipp: Einen Outdoor-Spezialist dürfen wir Euch empfehlen: Martini Sportswear ist ein international angesehenes Unternehmen aus Annaberg. Sie produzieren bereits in zweiter Generation Outdoor-Mode und wissen daher, was in den Bergen wirklich gebraucht wird.

# Nie ohne meine Wasserflasche

Herrlich! Eine Erfrischung beim Wandern tut gut. (c)TVB Annaberg-Lungötz

Sich in den Bergen zu bewegen bedeutet meist auch, zu schwitzen. Das wunderbare Gefühl, das man oben angekommen hat und weiß, was man geleistet hat, ist unbezahlbar. Ist aber eben auch mit Schweiß verbunden. Den Flüssigkeitshaushalt sollte man umgehend wieder auffüllen, besonders an heißen Tagen unbedingt genug zu trinken einpacken! Zur Planung einer Wanderung gehört auch das Abchecken von Hütten, die auf der Route geöffnet haben. Dort kann man wieder im wahrsten Sinne auftanken. Aber ohne Wasserflasche sollte man nie auf eine Wanderung gehen, auch nicht auf eine leichte oder kurze. Man weiß ja nie was alles so passieren kann und dann hat man wenigstens etwas zu trinken dabei. Mein Tipp: Ich packe mir immer einen Apfel in den Rucksack. Der ist nicht nur ein kleines Kraftpaket an Vitaminen, sondern fungiert auch gleichzeitig als Durstlöscher. Manchmal hat man einen schlechten Tag, der Körper hat seine Reserven schneller verbraucht als sonst. Ein Umweg, weil man den richtigen Wanderweg verpasst hat und schon kommen einige Extrameter oder -kilometer dazu. Für diesen Fall nicht nur genug Wasser einpacken, sondern einen Energiespender in Form von Müsliriegel oder sonst einem kleinen Snack.

# Wenn die Sonnen vom Himmel strahlt

Zwar ist es allgemein in den Bergen etwas frischer als unten im Tal, aber dafür unterschätzt man leicht die Kraft der Sonner, der man nun doch näher ist. Ein Sonnenbrand tut nicht nur weh, er kann auch richtig gefährlich werden. Und einen Sonnenstich möchte ich am Berg ebenfalls nicht riskieren. Deshalb ist es ganz wichtig, erstens genug zu trinken mitzuhaben (wie schon bereits erwähnt) und dazu einen guten Sonnenschutz. Praktisch sind diese kleinen Sonnenschutztuben, die im Rucksack keinen Platz wegnehmen, deren hoher Lichtschutzfaktor aber unsere Haut schont. Außerdem auf eine Lippenpflege nicht vergessen! Ich habe immer meine Schirmkappe parat, die ich als Sonnen- und Augenschutz verwende, mein Mann trägt wegen seiner fehlenden Haarpracht gerne ein Kapperl. Wer das nicht so gerne mag, soll zumindest eine gute Brille mit UV-Schutz dabei haben.

Und nun: schöne Wanderung!

Ihr seht, es sind einige wichtige Sachen, auf die man vor einer Wanderung nicht vergessen soll. Es sind aber auch Sachen, die leicht und gut verstaubar alle in einen Rucksack packen. Sie sind einfach mitzuführen und können uns in einer misslichen Lage schnell helfen. Wir wünschen Euch auf jeden Fall eine schöne Wanderung mit vielen herrlichen Eindrücken und kommt alle wieder gut zurück!

 

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