Skitouren Charity – ich mach mit!

Höhenmeter erklimmen und Gutes tun – Jetzt habe ich mich angemeldet. Die MeinBezirk.at Skitouren Charity hat mich veranlasst, einmal das Skitourengehen zu probieren. Wenn ich damit auch noch Gutes tun kann, dann bin ich dabei.

Die Motivation

Mein Mann ist schon lange begeistert mit den Tourenski unterwegs. Ich nicht, denn für mich gibt es nichts Schöneres, als mit dem Lift auf den Berg zu schweben und die bestens präparierten Pisten der Skiregion Dachstein-West hinunterzuflitzen. Oben genieße ich den fantastischen Ausblick über die Bergwelten des Salzburger Landes, weiter unten genieße ich Kaiserschmarrn und mehr auf den urigen Hütten. Ein paar Stunden Skifahren sind für mich Wellness und Wohlbefinden pur! Aber jetzt werde ich auf die Annehmlichkeiten der Bergbahnen ausnahmsweise einmal verzichten und mich selber auf den Weg machen. Fitness und Charity bewegen – auch mich :).

Das Charity Event

Für alle Höhenmeter-Erklimmer findet am Samstag, den 5. März 2022 entlang der Atomic-Backland-Skitourenstrecke am Rußbacher Hornspitz das erste große SkiTouren Charity-Event von Dachstein West und den RegionalMedien Salzburg statt. Die Veranstaltung ist ein 10-Stunden-Skitouren-Bewerb mit einer Aufstiegs- und einer Abfahrtsstrecke mit Beginn um 7 Uhr und Ende um 17 Uhr. Die Teilnahme ist jederzeit innerhalb dieses Zeitfensters möglich. Im Aufstieg müssen 610 Höhenmeter entlang der 3,6 Kilometer langen Aufstiegsspur bewältigt werden.

Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Salzburger Kinderkrebshilfe zugute und mit einem Teil werden in Abstimmung mit den Bundesforsten regional Bäume gepflanzt.

Die Vorbereitung auf die Skitour

Bestens beraten im Atomic Backland Center Rußbach (c)Schober

Wenn das nicht Grund genug zum Mitmachen ist! Doch jetzt geht es ans Eingemachte. Ich bin eine passable Skifahrerin, ich bin gespannt, wie ich mit dem Tourenski-Material zurecht komme:

  • Pistenski sind härter und punkten mit Laufruhe und Kantengrip – Tourenski sind weicher, weil sie im Gelände beweglicher sein müssen
  • Der Belag allerdings ist beim Tourenski härter, weil er im Gelände auch Steine und mehr wegstecken muss – der Pistenski gleitet auf seinem weicheren Belag besser dahin
  • Der Tourenski ist insgesamt leichter, weil man sein Gewicht ja auch bergauf bringen muss – das Gewicht macht also den Pistenski stabiler beim Fahren
  • Die Bindung beim Pistenski ist: reinsteigen und los – beim Tourenski gibt es spezielle Ver- und Entriegelungssysteme für das Bergaufgehen, bei der Abfahrt wird dieses umgebaut
  • Und natürlich ist auch der Skischuh viel schwerer und stabiler als es der Tourenskischuh ist. Beim Bergaufgehen sehr angenehm, für die Abfahrt muss man sich daran gewöhnen

Ich mache es mir einfach und buche mein Equipment beim Atomic Backland Experience Center in der Hornbahn Rußbach. Norbert und sein Team haben das neueste Skitouring Angebot von Atomic für Rookies und Profis parat. So kann alles für einen Tag ausgeliehen werden oder aber auch vom Profi bestens beraten gekauft werden. So hat Norbert auch für mich einen gut passenden Schuh parat und auf den Skiert sind bereits die Felle aufgezogen. Geduldig erklärt er die Funktion, wie ich in die Bindung steige und wie ich sie am Ziel der Tour mit einigen Klicks in die Abfahrtsposition bringe. Ich hoffe, ich weiß das nach den gut 1,5 Stunden noch, denn mit dieser Zeit ist die Tour von Rußbach auf das Horn angeschrieben …

Hinauf auf den Berg

Perfekt ausgestattet kauf ich noch schnell mein Tagesticket und lege los. Denke ich. Denn es geht gleich einmal mit einer kurzen, aber knackigen Steigung los und ich sehe mich schon rückwärts rutschen. Aber nein! Ich bin ganz fasziniert vom Bergaufgehen in der Diritissima, die Felle halten und ich „klebe“ sicher am Schnee. Im Nu habe ich den Hügel geschafft und jetzt geht es gemütlicher weiter. Ich versuche daher, die Ratschläge meines Mannes zu beherzigen und mit dem Ski nicht immer Schritt für Schritt zu steigen, sondern ihn durchzuziehen ohne ihn immer zu heben. Besonders im steilen Gelände wäre das von Vorteil, da man so nicht leicht ins Rutschen kommt. Aber es braucht einfach ein bisschen Übung – und das richtige Material. Das habe ich und so ziehe ich Skilänge für Skilänge durch. Ich komme überraschend flott voran und so kann ich die neben dem Gehen die winterweiße Pracht um mich genießen. Auch einige Skifahrer sind schon unterwegs, mein Weg ist sicher von der Piste getrennt und es gibt Platz für alle – sehr schön!

Bevor ich auf das Horn komme, gibt es noch einmal eine Entscheidung – geradeaus und steil weiter oder durch das Waldstück gemütlicher hinauf? Da ich tatsächlich noch genug Power habe, versuche ich mich am steilen Stück. Wieder fasziniert mich, wie ich mit Fellen und Stockeinsatz nicht wegrutsche und mich Schritt für Schritt hinaufarbeite. Puh, das war jetzt doch ganz schön anstrengend, die Tourengeher, die aus dem Waldstück kommen, scheinen irgendwie relaxter als ich … Tapfer bewältige ich aber jetzt auch noch den letzten Teil und kann danach die herrliche Aussicht genießen – ein Traum! Hier heroben scheint alles irgendwie viel leichter – die Sonne strahlt, ein blitzblauer Himmel mit kleinen weißen Wolken und unter mir der weiße Schnee – das Gefühl kann man mit Worten kaum beschreiben.

Und wie jetzt wieder runter?

Zum Abschluss gibt es noch was Gutes beim Indigo-Truck

Wie war das jetzt nochmal: Die Felle von den Skiern heruntergeben – und die Bindung? Da hätte ich doch besser aufpassen sollen … Zum Glück ist mein Mann dabei, der mir nochmal zeigt, wie es funktioniert. Memo an mich: das passiert mir nicht noch einmal, voll peinlich. Geht das auf den Berg und kommt dann nicht mehr ohne Hilfe runter … Die Abfahrt hält aber eine weitere Überraschung für mich parat. Anders, als beim normalen Skischuh, kann ich mich nicht einfach nach vorne fallen lassen und gestützt vom harten Schaft die Bogen biegen. Ich fühle mich schon ein bisschen wackelig im leichten Schuh und dosiere die Schwünge ganz anders. Ich komme mir vor wie ein Anfänger auf Brettln, bis ich allmählich dem Material traue. Es ist ein anderes Skifahren, viel dosierter, aber ich komme gut und sicher auf der bestens präparierten Piste ins Tal. Geschafft!

Wenn ich nun zurückblicke auf den Berg, dann freue ich mich schon auf den nächsten Aufstieg. Es hat wirklich Spaß gemacht, war fordernd aber nicht überfordernd und einfach einmal eine coole Alternative. Gerne wieder – und am 5. März bin ich dabei! Spende für den guten Zweck und Höhenmeter für mich – passt!

 

 

 

Runter von der Couch und rein ins Vergnügen

Seid Ihr auch dabei? Unter diesem Link erhaltet Ihr alle weiteren wichtigen Infos und wie Ihr Euch anmelden könnt. Wir sehen uns am Samstag – als kleine Einstimmung empfehle ich Euch diesen Film:

 

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