Schnee-Messer und Abwehrzauber

Bei hitzigen Temperaturen über den Schnee zu sprechen, scheint doch etwas verwegen zu sein. Aber gerade jetzt blühen sie, die natürlichen „Schneemessgeräte“. Ob es wahr ist oder nur eine Legende, kann man wohl nicht so genau sagen, aber man erzählt, dass der Schnee im nächsten Winter so hoch wird, wie die Königskerzen wachsen.

In diesem Fall wird es wieder ein schneereicher Winter werden …IMG_9668

Blumen und Pflanzen können aber noch viel mehr! Überzeugen Sie sich selber von Heil- und Wunderkraft der heimischen Bäume auf dem Höhenweg zwischen Annaberg und Lungötz. Dieser Baumlehrpfad zeigt auf Schautafeln, wofür die Hölzer verwendet wurden und werden und wogegen sie helfen.

Ein interessantes Kräutlein wächst momentan ebenfalls an jedem Wegrand: Dem Farnkraut schrieb man bereits im Mittelalter besondere Eigenschaften zu, speziell um den „Farnsamen“ rankten viele Mythen. So war man der Meinung, dass der Farn nur in der Johannisnacht blüht, der Nacht vor dem Johannistag am 24. Juni zum Gedenken der Geburt Johannes des Täufers. Wer sich in der Johannisnacht den Samen des Farn holte, dem schrieb man übernatürliche Zauberkräfte zu.

Kamerabilder 103Das „mystische Universalkraut“ sollte außerdem unverwundbar machen, vor Unwetter, Blitz und Hagel schützen und außerdem Dämonen, böse Geister und Hexen fernhalten.

Auch als Glücksbringer im Spiel und in der Liebe waren Farnsamen beliebt. Samen im Geldbeutel sollten dafür sorgen, dass dieser nie leer wurde. Außerdem sollte man mit deren Hilfe verborgene Schätze finden können, sich unsichtbar machen und zudem die Sprache der Tiere verstehen.

Leider ist in diesem Jahr die Johannisnacht bereits vorbei, aber im nächsten Jahr können wir es ja einmal probieren!

 

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